Öffentliche Befragung von Geheimdienstleuten durch das Parlamentarische Kontrollgremium

Aus bekannten Gründen konnte ich nun eine Weile nicht schreiben. Radiohören war aber hin und wieder auch in der letzten Woche möglich.

Und so gab es am Montag, den 17.10. frühmorgens einen bemerkenswerten Kurzbeitrag im Deutschlandfunk.

Dort wurde die für jenen Tag angesetzte Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) angekündigt. Es sollte um die beiden Sabotageakte gehen, die Deutschland kurz zuvor erschüttert hatten: die Sabotage der Nordstream-Pipelines und des norddeutschen Bahnverkehrs. Wir berichteten.

Das absolut orientierungslose „im Dunkeln Tappen“ unserer hochbezahlten Spezialisten fasst in diesem Beitrag Roderich Kiesewetter, CDU-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarisches Kontrollgremiums (PKGr) anschaulich zusammen:

Es scheint sich um einen staatlichen Akteur gehandelt zu haben und ich vermute persönlich – auch weil das so orchestriert in Richtung USA in den digitalen Medien läuft – dass hier ein ganz anderes Interesse dahinter steht. Verunsicherung. Und das letztlich Russland das Hauptinteresse an dieser Verunsicherung hat.

Was bei der Befragung heraus kam, konnte ich leider nicht mit verfolgen. Das tut aber für meinen Gedankengang an dieser Stelle nichts zur Sache.

Ich hatte in einem anderen Blatt schon einmal darüber geschrieben. Überschrift seinerzeit:

Behaupten Sie das Gegenteil der Mainstream-Meinung – dann liegen Sie ziemlich richtig.

Kiesewetter entdeckt in den sozialen Medien eine Schuldzuweisung in Richtung der USA. Woher kam dies? In den Tagen nach der Pipelinesabotage waren gerade die ÖR peinlichst bemüht die Schuldfrage in Richtung Russland zu lenken.

Wie wir alle wissen, lügen uns die  ÖR in den allermeisten Fragen offen an, oder verschweigen zumindest wichtige Details, die zur Wahrheitsfindung wesentlich beitragen würden. Das spüren wir an allen Ecken und Enden. Meine empirische Beobachtung, dass meist das Gegenteil der ÖR-Meinung korrekt ist, hat sich mit oder ohne mein Zutun in den letzten drei Jahren an vielen Stellen breit gemacht.

Und dies ist doch dann der eigentliche Hammer: ein stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums kommt in seiner persönlichen Betrachtung (das Zitat zur Not mehrere Male lesen) zum Schluss, dass die Wahrheit das Gegenteil der Meinung der sozialen Medien sein muss. Ein Mann, der über einen Regierungsapparat, Geheimdienste und ein diplomatisches Chor verfügt.

Wir zeichnen also die Kurve der Meinungsbildung nochmals nach.

Die ÖR-Medien, die Russland hassen, geben sofort nach dem Ereignis die Losung aus, dass es die Russen gewesen sein müssen. Wir Social-Media-Leute vermuten aus Erfahrung, dass das exakte Gegenteil der ÖR-Meinung richtig ist. Und Leute, die im Regierungsgeschäft tätig sind, machen sich dann nicht auf die Wahrheitssuche sondern geben die Losung aus, dass das Gegenteil der Social-Media-Meinung richtig sein muss.

Das ist schon grob – oder etwa nicht?

Bild von Lu auf Pixabay

2 Antworten zu “Öffentliche Befragung von Geheimdienstleuten durch das Parlamentarische Kontrollgremium”

  1. Kommentar von Hartmut Amann:
    Herr Orwell läßt halt immer wieder grüßen. Deutschlandfunk tu ich mir nicht mehr an. Dafür allmorgendlich das 1., 2. und 3. Fernsehprogramm. Maximal 15 Minuten. Dann weiß ich Bescheid. Und über Nordstream herrscht da völliges Stillschweigen. Als wenn das eine Bagatelle wär. Der Zuschauer weiß, der Russe hat sie kaputt gemacht. Aber wir kommen auch so zurecht. Insofern war dies eine notwendige Auffrischungsimpfung, wie immer, excellent geschrieben. Vielen Dank!

  2. Danke Hartmut für Deinen Kommentar. Was soll ich ohne DLF tun? Diese Steilvorlagen kann ich mir nicht entgehen lassen.

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